Wer große Datenmengen günstig sichern möchte, kommt an externen Festplatten kaum vorbei. SSDs sind schneller, aber HDDs liefern nach wie vor das beste Preis-Leistungs-Verhältnis pro Terabyte – und das ist beim Backup oft entscheidend.

Warum externe HDDs fürs Backup sinnvoll bleiben

Eine externe HDD mit 4 oder 6 TB kostet heute einen Bruchteil dessen, was eine gleichgroße SSD kostet. Für die meisten Backup-Szenarien – Systembild, Dokumentenarchiv, Foto- und Videosammlung – ist die Geschwindigkeit einer HDD völlig ausreichend. Die Wiederherstellung läuft selten unter Zeitdruck; entscheidend ist, dass die Daten überhaupt vorhanden sind.

WD My Book und WD Elements

Die WD My Book-Serie gehört zu den verlässlichsten externen HDDs am Markt. Sie ist mit bis zu 22 TB erhältlich, bietet ein solides Kunststoffgehäuse und kommt mit optionaler Hardwareverschlüsselung (AES 256 Bit) sowie der WD Backup-Software. Die WD Elements ist die günstigere Alternative ohne Extras: kein eigenes Netzteil bei kleineren Modellen, kein Passwortschutz ab Werk – dafür sehr preiswert und weit verbreitet.

Empfehlung: WD My Book für Desktop-Backup-Stationen, WD Elements als schlichtes Archivlaufwerk.

Seagate Expansion und Backup Plus

Die Seagate Expansion ist Seagates günstigstes Einstiegsmodell: schlicht, zuverlässig und in Kapazitäten bis 8 TB verfügbar. Die Seagate Backup Plus (in neueren Versionen auch als „Seagate One Touch“ vermarktet) bietet zusätzlich Backup-Software und Passwortschutz.

Beide Modelle liefern typische HDD-Geschwindigkeiten über USB 3.0 – ausreichend für regelmäßige inkrementelle Backups.

Wann ist eine externe HDD der SSD vorzuziehen?

Wählen Sie eine externe HDD, wenn:

  • Sie 4 TB oder mehr zu einem günstigen Preis benötigen
  • Das Laufwerk stationär am Schreibtisch oder im Regal steht
  • Sie ein Desktop-System-Image regelmäßig sichern
  • Der Speicher als Langzeitarchiv für Fotos, Videos oder Dokumente dient

Vermeiden Sie HDDs, wenn Sie den Speicher häufig transportieren oder unterwegs nutzen – hier ist eine robuste SSD die bessere Wahl. Einen ausführlichen Vergleich finden Sie im Artikel SSD vs HDD extern.

Backup-Software kombinieren

Eine externe HDD ist nur so gut wie die Backup-Strategie dahinter. Kombinieren Sie Ihr Laufwerk mit einer geeigneten Backup-Software:

  • Windows: Das eingebaute „Sichern und Wiederherstellen“ oder Acronis für Image-Backups
  • macOS: Time Machine funktioniert direkt mit externen HDDs
  • Kostenlose Optionen: AOMEI Backupper Free oder EaseUS Todo Backup Free – mehr dazu im Artikel Beste Backup-Software 2026

Aktivieren Sie inkrementelle Backups, damit nach dem ersten vollständigen Backup nur noch geänderte Dateien gesichert werden – das schont das Laufwerk und spart Zeit.

Verschlüsselung nicht vergessen

Stellen Sie sicher, dass Ihre Backup-HDD verschlüsselt ist. Modelle mit Hardware-AES (wie WD My Book) bieten den besten Schutz. Alternativ verschlüsseln Sie das Laufwerk auf OS-Ebene: BitLocker unter Windows, FileVault unter macOS.

Offsite-Backup als Pflicht

Nach der 3-2-1-Regel reicht eine einzelne externe HDD nicht aus. Feuer, Wasserschaden oder Diebstahl können Ihr lokales Backup vernichten. Pairen Sie Ihre HDD-Sicherung daher immer mit einem Cloud-Backup – etwa bei pCloud mit europäischen Servern in der Schweiz und Luxemburg. So haben Sie die Offsite-Kopie, die die 3-2-1-Regel verlangt.

Fazit

Die WD My Book und Seagate Expansion/One Touch sind solide, bewährte Lösungen für lokale Backups. Wer viel Kapazität zu kleinem Preis sucht, ist mit einer externen HDD gut bedient – solange sie stationär steht und mit Cloud-Backup kombiniert wird.

Was die richtige Backup-Lösung für Ihren Haushalt ist, ermittelt unser Diagnose-Tool in wenigen Schritten.