Es gibt keinen Sieger, sondern die richtige Kombination. Eine externe Festplatte ist einfach und billig, ein NAS sichert mehrere Geräte automatisch zu Hause, und die Cloud bringt eine Kopie außer Haus. Wer eine lokale Sicherung mit einer Cloud verbindet, erfüllt die 3-2-1-Regel fast nebenbei.
Externe Festplatte
Eine externe Festplatte oder SSD ist die einfachste Lösung: anschließen, Daten kopieren, fertig. Modelle wie die Samsung-T9-Serie oder eine klassische HDD von Western Digital bieten viel Speicher für wenig Geld.
Der Nachteil: Die Sicherung liegt am selben Ort wie das Original und muss von Hand aktualisiert werden. Bei Brand oder Einbruch ist sie ebenfalls weg.
NAS
Ein NAS (Network Attached Storage) ist ein kleiner Server im Heimnetz. Geräte wie die Synology DS224+ oder ein QNAP-System laufen rund um die Uhr, sichern mehrere Computer automatisch und sind auch von unterwegs erreichbar. Großer Speicher ist vergleichsweise günstig, und monatliche Gebühren fallen nicht an. Dafür kostet die Anschaffung mehr, und die Einrichtung braucht etwas Zeit.
Cloud-Speicher
Cloud-Dienste speichern Ihre Daten im Rechenzentrum des Anbieters. Damit liegen sie automatisch außer Haus, und Sie erreichen sie von jedem Gerät. Wer auf Datenschutz achtet, sollte auf Firmensitz, Serverstandort und Verschlüsselung schauen. pCloud ist ein Schweizer Unternehmen und lässt Sie Luxemburg als Speicherort wählen; das ist ein Vorteil gegenüber US-Diensten.
Im Vergleich
| Kriterium | Stärkste Option |
|---|---|
| Kosten | Festplatte, danach NAS |
| Zugriff unterwegs | Cloud, dann NAS |
| Schutz vor Brand und Einbruch | nur Cloud |
| Automatisierung | NAS und Cloud |
| Kontrolle über die Daten | Festplatte und NAS |
Kosten über mehrere Jahre
Eine externe Festplatte kaufen Sie einmal und zahlen danach nichts mehr, solange sie funktioniert. Ein NAS kostet in der Anschaffung mit Festplatten deutlich mehr, hat aber ebenfalls keine Gebühren; dazu kommt Strom, bei einem Einsteigergerät meist ein zweistelliger Eurobetrag im Jahr. Hardwarepreise schwanken stark, schauen Sie deshalb in einen Preisvergleich.
Cloud-Speicher läuft meist im Abo. iCloud+ mit 2 TB kostete am 17. September 2026 9,99 € im Monat, also 119,88 € im Jahr und knapp 600 € in fünf Jahren. Einige Anbieter verkaufen Speicher auch einmalig: pCloud 2 TB Lifetime kostete am selben Tag 499 €. Wer die Cloud viele Jahre als feste Sicherung einplant, sollte beide Modelle über den ganzen Zeitraum durchrechnen. Eine ausführliche Rechnung finden Sie in NAS oder Cloud: Was ist günstiger?.
Für die meisten Haushalte ist die Kombination aus NAS oder Festplatte und einer Cloud als Kopie außer Haus langfristig die wirtschaftlichste und zugleich sicherste Lösung.
Welche Kombination zu wem passt
Einsteiger ohne Technikkenntnisse kommen mit einer externen SSD und einem einfachen Cloud-Konto aus. Das ist schnell eingerichtet, überschaubar im Preis und erfüllt bereits die 3-2-1-Regel.
Familien mit mehreren Geräten und einer wachsenden Fotosammlung profitieren von einem NAS als zentralem Sammelpunkt für Smartphones, Tablets und Laptops, ergänzt um eine automatische Cloud-Sicherung.
Selbstständige und Freiberufler brauchen vor allem Versionen und Wiederherstellung: ein NAS mit Backup-Software nach Zeitplan, die Cloud als zweite Sicherung und regelmäßige Tests, ob sich Dateien wirklich zurückholen lassen.
Technikaffine Nutzer setzen die 3-2-1-Regel komplett um: ein leistungsfähiges NAS, eine externe Festplatte, die zeitweise an einem anderen Ort liegt, und ein Cloud-Konto als dritte Ebene.
Fazit
Festplatte, NAS und Cloud ergänzen sich. Am robustesten ist eine lokale Sicherung auf Festplatte oder NAS zusammen mit einer Kopie in der Cloud, genau so, wie es die 3-2-1-Regel verlangt. Unser Diagnose-Tool empfiehlt in wenigen Schritten eine Kombination.
Quellen
Geprüft am 17. September 2026:
- Apple, iCloud+
- pCloud, pCloud Preise
- pCloud, Data Region Commitments