OneDrive lohnt sich, wenn Sie Microsoft 365 nutzen: Dann ist 1 TB Speicher im Abo enthalten, und mit Word, Excel und PowerPoint arbeitet kein anderer Dienst so eng zusammen. Wer nur Speicher sucht und Wert auf Datenschutz legt, ist mit pCloud meist besser bedient. Microsoft ist ein US-Unternehmen und unterliegt dem US CLOUD Act.
Preise haben wir am 17. September 2026 auf der deutschen Microsoft-Seite geprüft.
Windows und Microsoft 365
Die größte Stärke von OneDrive ist, dass es in Windows eingebaut ist. Dateien erscheinen im Explorer, und Desktop, Dokumente und Bilder lassen sich automatisch in die Cloud sichern. Für viele Windows-Nutzer ist OneDrive deshalb schon aktiv, ohne dass sie sich bewusst dafür entschieden haben.
Mit Microsoft 365 ist OneDrive-Speicher inklusive: Personal bringt 1 TB, Family bis zu 6 TB für bis zu sechs Personen, je 1 TB. Wer ohnehin für Office zahlt, bekommt OneDrive praktisch dazu.
Gemeinsam an Office-Dateien arbeiten
Beim gemeinsamen Bearbeiten von Word-, Excel- und PowerPoint-Dateien ist OneDrive am weitesten, weil Microsoft Office und Cloud aus einer Hand entwickelt. Mehrere Personen arbeiten gleichzeitig an einem Dokument, Änderungen erscheinen sofort, und ältere Versionen lassen sich wiederherstellen.
Preise
| Tarif | Speicher | Preis |
|---|---|---|
| Kostenlos | 5 GB, geteilt mit Outlook.com | 0 € |
| Microsoft 365 Basic | 100 GB | 20 € im Jahr |
| Microsoft 365 Personal | 1 TB + Office-Apps | 99 € im Jahr |
| Microsoft 365 Family | bis 6 Personen, je 1 TB | 129 € im Jahr |
Die kostenlosen 5 GB sind schnell voll, zumal Anhänge in Outlook.com mitzählen. Für mehr Speicher ohne Office gibt es Basic mit 100 GB.
Zum Vergleich: pCloud verkaufte 2 TB am 17. September 2026 als Lifetime-Tarif für einmalig 499 €. Mit Microsoft 365 Personal zahlen Sie in fünf Jahren 495 € für 1 TB, bekommen aber die Office-Apps dazu. Wer Office ohnehin braucht, fährt mit OneDrive günstiger; wer nur Speicher sucht, auf Dauer mit pCloud. Mehr in pCloud vs. OneDrive.
Datenschutz und der US CLOUD Act
Microsoft ist ein US-Unternehmen und unterliegt dem US CLOUD Act. US-Behörden können unter bestimmten Voraussetzungen Zugriff auf gespeicherte Daten verlangen, unabhängig davon, auf welchen Servern sie liegen.
Microsoft verschlüsselt Daten bei der Übertragung und auf den Servern, verwaltet die Schlüssel aber selbst. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle Dateien gibt es nicht; der Persönliche Tresor ist ein Ordner mit zusätzlicher Anmeldung. Microsoft betreibt europäische Rechenzentren, der US-Firmensitz bleibt aber ein rechtliches Risiko, wenn es um sensible Daten geht. Mehr dazu in DSGVO-konformer Cloud-Speicher.
Synchronisierung
OneDrive hatte in der Vergangenheit immer wieder Probleme mit Konflikten, fehlgeschlagenen Uploads und Einschränkungen bei Dateinamen, etwa bei Sonderzeichen und Länge. Microsoft hat nachgebessert. Für Linux bietet Microsoft keine offizielle OneDrive-App an. Auf iOS und Android läuft die App solide.
OneDrive ist kein Backup
Viele Windows-Nutzer verwenden OneDrive als automatische Sicherung für Desktop und Dokumente. Löschen Sie eine Datei lokal, wird sie aber auch in OneDrive gelöscht, und umgekehrt. Das ist Synchronisierung, keine Sicherung im eigentlichen Sinn.
Für eine echte Sicherung brauchen Sie eine unabhängige Kopie, die nicht an die Synchronisierung gekoppelt ist. Wie Sie das mit der besten Backup-Software nach der 3-2-1-Regel aufbauen, lesen Sie dort. OneDrive kann dabei die Kopie außer Haus sein, sollte aber nicht die einzige bleiben.
Für wen sich OneDrive lohnt
OneDrive ist die logische Wahl für alle, die viel mit Microsoft 365 arbeiten und Dokumente mit Kollegen teilen, und für Unternehmen, die auf Windows und Office setzen.
Privatnutzer ohne Office-Abo, die vor allem Fotos, Videos und Dateien sichern wollen, finden in pCloud die auf Datenschutz ausgerichtete Alternative, mit Speicherort in Luxemburg und Lifetime-Tarifen. Wer maximale Privatsphäre sucht, nimmt Proton Drive oder pCloud mit pCloud Crypto. Unser Diagnose-Tool hilft bei der Auswahl.
Quellen
Geprüft am 17. September 2026:
- Microsoft, Microsoft 365 für Privatpersonen
- Microsoft, Microsoft storage FAQs
- pCloud, pCloud Preise