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Das Synology DS923+ richtet sich an Nutzer, denen das DS224+ oder DS423+ nicht genug Leistung bietet: Kreativschaffende mit großen Medienbibliotheken, kleine Unternehmen und alle, die ihr NAS als leichten Virtualisierungs-Host einsetzen wollen.
Hardware: AMD Ryzen statt Intel Celeron
Der markanteste Unterschied zum DS224+ oder DS423+ ist der Prozessor: Das DS923+ setzt auf einen AMD Ryzen R1600 mit zwei Kernen und vier Threads. Dieser Chip liefert in Single-Thread-Aufgaben und bei Verschlüsselungsoperationen spürbar mehr Leistung als die Celeron-Modelle.
Ebenso bemerkenswert ist der Arbeitsspeicher: Das DS923+ unterstützt ECC-RAM (Error Correcting Code), der Speicherfehler automatisch korrigiert. Für Produktivumgebungen, in denen Datenkonsistenz essenziell ist, ist das ein wichtiges Feature. Der Ausbau ist auf bis zu 32 GB möglich.
Vier Bays, NVMe-Cache und optionales 10GbE
Das Gerät bietet vier 3,5-/2,5-Zoll-Einschübe für klassische Festplatten oder SSDs. Darüber hinaus verfügt es über zwei M.2-2280-Slots für NVMe-SSDs, die als Lese- oder Schreib-Cache eingesetzt werden können. Das beschleunigt besonders die Arbeit mit häufig abgerufenen Dateien erheblich.
Über eine optionale E10M20-T1-Erweiterungskarte lässt sich das DS923+ um einen 10-GbE-Anschluss ergänzen. Für Netzwerke, die große Videodateien in Echtzeit streamen oder viele gleichzeitige Nutzer bedienen, macht das einen deutlichen Unterschied.
RAID-Optionen und Datensicherheit
Mit vier Einschüben stehen RAID 0, 1, 5, 6, SHR und SHR-2 zur Verfügung. Im RAID-5-Betrieb mit vier Festplatten darf ein Laufwerk ausfallen, ohne dass Daten verloren gehen. RAID 6 toleriert sogar zwei gleichzeitige Ausfälle.
Wie bei allen NAS-Geräten gilt auch hier: RAID ist kein Backup. Ein Ransomware-Angriff, der sich ins Netzwerk einschleust, kann alle vier Laufwerke gleichzeitig verschlüsseln. Die 3-2-1-Regel fordert daher eine offsite Kopie – etwa in einem Cloud-Dienst wie pCloud (EU-Server, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung optional), der über Synologys Hyper Backup eingebunden werden kann.
Synology DSM und leistungshungrige Pakete
Auf dem DS923+ läuft dasselbe DSM wie auf allen anderen Synology-Geräten. Dank des stärkeren Prozessors und des ECC-RAMs lassen sich hier jedoch anspruchsvollere Szenarien realisieren:
Virtual Machine Manager: Betrieb von Windows- oder Linux-VMs direkt auf dem NAS.
Container Manager: Docker-Container für Heimserver-Dienste oder interne Tools.
Surveillance Station: Verwaltung mehrerer IP-Kameras ohne separate NVR-Hardware.
Für wen ist das DS923+ sinnvoll?
Videoschneider und Fotografen mit großen RAW- oder ProRes-Bibliotheken, die schnelle Schreibraten und stabilen Parallelbetrieb benötigen.
Kleine Unternehmen (KMU), die einen zentralen Dateiserver mit Backup-Funktion und optionaler Virtualisierung suchen.
Heimserver-Enthusiasten, die Docker-Dienste oder VMs auf dem NAS betreiben möchten.
Für reine Heimanwender, die nur Fotos und Dokumente sichern wollen, ist das DS923+ überdimensioniert. Hier ist das DS224+ die klügere und günstigere Wahl.
Schwächen des DS923+
Preis: Das DS923+ kostet deutlich mehr als das DS224+ oder DS423+, die Laufwerke und die optionale 10GbE-Karte noch nicht eingerechnet.
Kein eingebautes 10GbE: Der schnelle Netzwerkanschluss erfordert eine separate Erweiterungskarte.
Zwei CPU-Kerne: Für sehr intensive Multitasking-Szenarien mit vielen VMs gleichzeitig kann das Limit werden.
Fazit
Das Synology DS923+ ist ein leistungsstarkes NAS, das für Kreativschaffende und kleine Unternehmen überzeugt. ECC-RAM, NVMe-Cache und optionales 10GbE heben es klar über die Einsteigermodelle hinaus. Für einfache Heimanwender ist es jedoch überdimensioniert und zu teuer.
Welches Synology-Modell zu Ihren Anforderungen passt, beantwortet Ihnen unser Diagnose-Tool schnell und kostenlos.
Häufige Fragen
Was ist der Vorteil von ECC-RAM beim DS923+?
ECC-RAM (Error Correcting Code) erkennt und korrigiert einzelne Bit-Fehler im Arbeitsspeicher automatisch. In Produktivumgebungen, in denen Datenintegrität entscheidend ist – etwa beim Betrieb von Datenbanken oder VMs – reduziert ECC das Risiko von Datenkorruption durch Speicherfehler erheblich.
Lohnt sich der NVMe-Cache beim DS923+?
Ja, besonders wenn Sie häufig auf dieselben Dateien zugreifen – etwa bei Videoschnittprojekten oder Datenbanken. Der NVMe-Cache beschleunigt Lese- und Schreiboperationen für häufig genutzte Daten spürbar. Für reine Backup-NAS-Systeme, die vorwiegend schreiben und selten lesen, ist der Nutzen hingegen gering.
Kann ich das DS923+ als vollständigen Unternehmensserver einsetzen?
Das DS923+ eignet sich gut als Dateiserver, Backup-Server und Plattform für leichte Virtualisierung in kleinen Unternehmen. Für sehr anspruchsvolle Enterprise-Workloads mit vielen gleichzeitigen Nutzern oder rechenintensiven Anwendungen empfiehlt Synology Rack-Modelle wie die RS-Serie oder SA-Serie.
Erfüllt Ihr Setup die 3-2-1-Regel?
Sechs Fragen — und wir empfehlen Ihnen ein passendes Backup-Setup.
Die Empfehlungen in diesem Artikel beruhen auf denselben Bewertungen wie unsere Ranglisten. Hier stehen sie als Zahlen, damit sie nachprüfbar sind.
In dieser Auswahl liegt pCloud mit
91 / 100 vorn,
IDrive bildet mit
79 / 100 das untere Ende (Stand: Juli 2026).
Tabelle 1: Gesamtbewertung und Teilbewertungen, je 0 bis 100 (Stand: Juli 2026)
Produkt
Gesamt
Preis & Kosten
Kapazität & Ausstattung
Zuverlässigkeit
Support
Sicherheit
pCloud
91 / 100
85 / 100
90 / 100
90 / 100
90 / 100
100 / 100
Sync.com
85 / 100
79 / 100
84 / 100
84 / 100
84 / 100
94 / 100
Icedrive
79 / 100
73 / 100
78 / 100
78 / 100
78 / 100
88 / 100
Samsung T7 Shield
90 / 100
85 / 100
90 / 100
90 / 100
90 / 100
90 / 100
Samsung T9
88 / 100
83 / 100
88 / 100
88 / 100
88 / 100
88 / 100
Samsung T7
86 / 100
81 / 100
86 / 100
86 / 100
86 / 100
86 / 100
Synology DS923+
87 / 100
83 / 100
88 / 100
88 / 100
88 / 100
88 / 100
Synology DS224+
85 / 100
81 / 100
86 / 100
86 / 100
86 / 100
86 / 100
Synology DS1522+
85 / 100
81 / 100
86 / 100
86 / 100
86 / 100
86 / 100
Backblaze Personal Backup
83 / 100
79 / 100
84 / 100
84 / 100
84 / 100
84 / 100
Acronis True Image
82 / 100
77 / 100
82 / 100
82 / 100
82 / 100
82 / 100
IDrive
79 / 100
75 / 100
80 / 100
80 / 100
80 / 100
80 / 100
So kommt die Gesamtbewertung zustande (gerechnet mit den Zahlen aus Tabelle 1,
Gewichtung der Kategorie Cloud-Speicher):
Tabelle 2: Technische Eckdaten —
Cloud-Speicher (Stand: Juli 2026)
Produkt
Tarifmodell
Zero-Knowledge
Server in der EU
Unterstützte Systeme
pCloud
Abo / Lifetime
ja
ja
5
Sync.com
Abo
ja
nein
4
Icedrive
Abo / Lifetime
ja
nein
4
Tabelle 3: Technische Eckdaten —
Externe Speicher (Stand: Juli 2026)
Produkt
Bauart
Kapazitäten
Samsung T7 Shield
SSD
1 / 2 / 4 TB
Samsung T9
SSD
1 / 2 / 4 TB
Samsung T7
SSD
1 / 2 / 4 TB
Tabelle 4: Technische Eckdaten —
NAS (Stand: Juli 2026)
Produkt
Einschübe
Arbeitsspeicher
2,5-Gigabit-LAN
Synology DS923+
4 Bays
4 GB
ja
Synology DS224+
2 Bays
2 GB
nein
Synology DS1522+
5 Bays
8 GB
–
Tabelle 5: Technische Eckdaten —
Backup-Software (Stand: Juli 2026)
Produkt
Bauart
Backblaze Personal Backup
Cloud-Backup
Acronis True Image
Software
IDrive
Cloud-Backup
Abb. 1: Gesamtbewertung nach unserer Methodik (Stand: Juli 2026)
Abb. 2: Teilbewertung Sicherheit (Stand: Juli 2026)
Abb. 3: Teilbewertung Ausstattung (Stand: Juli 2026)
Abb. 4: Teilbewertung Support (Stand: Juli 2026)
Tabelle 6: Grundlage dieser Auswertung
Datenquelle
Redaktionell gepflegte Produktdatenbank dieser Seite
Stand der Daten
Juli 2026
Produkte in dieser Auswertung
12 von 35 geführten Produkten
Nicht enthalten
Preise — dazu liegt uns keine laufend prüfbare Quelle vor
Quelle: eigene Produktdatenbank, redaktionell gepflegt. Die Teilbewertungen entstehen
nach der Methodik unter Bewertungssystem.
Ein Strich (–) bedeutet, dass uns zu diesem Punkt keine belastbare Angabe vorliegt —
nicht, dass der Wert null ist. Preise stehen bewusst nicht in diesen Tabellen: uns liegt
keine Preisquelle vor, die wir laufend prüfen können, und ein geschätzter Preis wäre
schlechter als keiner. Maßgeblich ist der Preis auf der Website des Anbieters.
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