Das Synology DS224+ hat sich als erstes NAS für Heimanwender und kleine Büros einen festen Platz erarbeitet. Ob es diesen Ruf auch 2026 noch verdient, zeigt unser ausführlicher Test.

Hardware und Verarbeitung

Das DS224+ steckt in einem kompakten, anthrazitfarbenen Kunststoffgehäuse, das zwei 3,5-Zoll- oder 2,5-Zoll-Laufwerke aufnimmt. Im Innern arbeitet ein Intel Celeron J4125 mit vier Kernen, flankiert von 2 GB DDR4-RAM. Der Arbeitsspeicher lässt sich auf bis zu 6 GB erweitern, was für Foto-Anwendungen und leichte Virtualisierung ausreicht. Der Lüfter ist im Alltagsbetrieb kaum zu hören – ein klarer Pluspunkt für den Einsatz im Wohnzimmer oder Heimarbeitszimmer.

Synology DSM: Software als Alleinstellungsmerkmal

Synologys Betriebssystem DSM (DiskStation Manager) ist der Hauptgrund, warum sich viele Nutzer für ein Synology-NAS entscheiden. Die browserbasierte Oberfläche ähnelt einem Desktop-Betriebssystem und ist auch ohne Vorkenntnisse schnell zu bedienen. Updates erscheinen regelmäßig, Sicherheitslücken werden zügig geschlossen.

Pakete: Photos, Drive und Active Backup

Drei Pakete machen das DS224+ besonders attraktiv:

  • Synology Photos: automatisches Sortieren und Teilen von Fotos und Videos, Gesichtserkennung, mobile Apps für iOS und Android.
  • Synology Drive: persönliche Cloud ähnlich wie Dropbox, mit Synchronisation auf mehrere Geräte.
  • Active Backup for Business: zentrales Backup für PCs, Server und virtuelle Maschinen – ohne zusätzliche Lizenzkosten.

Alle drei Pakete sind im Lieferumfang von DSM enthalten und benötigen keine zusätzlichen Abonnements.

RAID und Datensicherheit

Mit zwei Einschüben bietet das DS224+ RAID 1 und SHR. Im RAID-1-Betrieb spiegeln sich beide Festplatten gegenseitig: Fällt eine aus, laufen die Daten weiter. Dennoch gilt: RAID ist kein Backup. Gelöschte Dateien, Ransomware-Verschlüsselung oder ein Wasserschaden treffen beide Platten gleichzeitig. Als Offsite-Ergänzung empfiehlt sich ein datenschutzfreundlicher Cloud-Dienst wie pCloud (Schweizer Unternehmen, Server in der EU in Luxemburg), der sich direkt über Hyper Backup in die Backup-Strategie einbinden lässt.

Stromverbrauch und Geräusch

Im Leerlauf verbraucht das DS224+ weniger als 10 Watt – das entspricht einem sehr sparsamen Dauerbetrieb. Die Laufwerke lassen sich per Zeitplan in den Ruhezustand versetzen, was den Verbrauch weiter senkt. Das Betriebsgeräusch ist im normalen Alltag kaum wahrnehmbar.

Schwächen des DS224+

  • Nur zwei Bays: kein Spielraum für spätere Erweiterung auf mehr Laufwerke.
  • Kein 10GbE-Anschluss: für Netzwerke mit schnellen NVMe-Caches oder 2,5-GbE-Infrastruktur ist ein größeres Modell geeigneter.
  • RAM-Limit bei 6 GB schränkt intensivere Virtualisierungsszenarien ein.

Wer mehr Einschübe oder höhere Netzwerkleistung benötigt, findet im DS224+ vs. DS423+-Vergleich eine detaillierte Gegenüberstellung.

Für wen ist das DS224+ geeignet?

Das Gerät ist ideal für:

  • Heimanwender, die Fotos, Videos und Dokumente zentral speichern möchten.
  • Fotografen, die ihre RAW-Sammlung lokal archivieren und per Synology Photos teilen.
  • Kleine Büros (SOHO), die ein zentrales Backup mehrerer Arbeitsrechner benötigen.

Fazit

Das Synology DS224+ bleibt 2026 das meistempfohlene Einsteiger-NAS – und das zu Recht. DSM ist ausgereift, die Apps sind praxistauglich, und der Betrieb ist leise und sparsam. Ergänzt durch eine Cloud-Sicherung im Rahmen der 3-2-1-Regel bildet es eine vollständige und erschwingliche Backup-Infrastruktur.

Welches NAS am besten zu Ihren Anforderungen passt, zeigt unser Diagnose-Tool in wenigen Schritten.