Proton Drive ist die Cloud, die wir empfehlen, wenn Ihnen Verschlüsselung wichtiger ist als Funktionsumfang oder Preis pro Terabyte. Jede Datei wird auf Ihrem Gerät verschlüsselt, bevor sie hochgeladen wird, auch im kostenlosen Tarif, und Proton kann sie danach nicht lesen. Dafür ist der kostenlose Speicher klein (2 GB, 5 GB nach der Willkommens-Checkliste), es gibt keinen Lifetime-Kauf, und die Apps können weniger als die von pCloud oder Dropbox.

Preise und Bedingungen haben wir am 17. September 2026 auf der Seite von Proton geprüft.

Verschlüsselung

Proton Drive verschlüsselt alle Dateien Ende-zu-Ende, ohne Aufpreis, auf Basis des offenen Standards OpenPGP. Ihr Gerät verschlüsselt die Datei, nur die verschlüsselte Fassung landet bei Proton, und Proton hat den Schlüssel nicht.

Die Apps von Proton sind Open Source. Proton Drive wurde außerdem vom europäischen Sicherheitsunternehmen Securitum geprüft, und Proton veröffentlicht den Auditbericht. Proton hat seinen Sitz in der Schweiz.

Proton veröffentlicht auch einen Transparenzbericht über Anfragen von Behörden. Weil die Dateien Ende-zu-Ende verschlüsselt sind, kann Proton selbst bei einer rechtlich gültigen Anfrage keine lesbaren Inhalte herausgeben. Bei Anbietern, die die Schlüssel selbst verwalten, ist das anders.

Das Proton-Ökosystem

Proton begann mit verschlüsselter E-Mail und bietet heute unter einem Konto Proton Mail, Proton VPN, Proton Calendar, den Passwortmanager Proton Pass und Proton Drive an. Wer Mail oder VPN ohnehin nutzt, bekommt Speicher, E-Mail und VPN aus einer Hand, ohne Daten auf verschiedene Anbieter zu verteilen.

Funktionen und Bedienung

Neben der Weboberfläche gibt es Apps für iOS und Android und Desktop-Apps für Windows und macOS. Offline-Zugriff und automatisches Kamera-Backup sind vorhanden. Freigaben per Link lassen sich mit Passwort und Ablaufdatum versehen, und im Browser bearbeiten Sie Dokumente und Tabellen. Mit Drive Plus stellen Sie frühere Dateiversionen bis zu 10 Jahre zurück wieder her.

Im Vergleich zu Dropbox oder pCloud ist Proton Drive schlanker. Eine virtuelle Festplatte, die keinen lokalen Platz belegt, und einen Mediaplayer gibt es nicht, und geteilte Ordner können weniger. Integrationen mit anderen Anwendungen wie Slack oder Microsoft 365 fehlen weitgehend. Wer im Team mit vielen solchen Werkzeugen arbeitet, wird das merken.

Preise

Tarif Speicher Pro Monat bei Jahreszahlung
Proton Free 2 GB, 5 GB nach Checkliste 0 €
Drive Plus 200 GB 3,99 € (47,88 € im Jahr)
Proton Unlimited 500 GB + Mail, VPN, Pass 9,99 € (119,88 € im Jahr)
Proton Duo 2 TB, 2 Personen 14,99 € (179,88 € im Jahr)
Proton Family 3 TB, bis 6 Personen 23,99 €

Bei monatlicher Zahlung ist es teurer: Drive Plus kostet dann 4,99 €, Unlimited 12,99 €. Alle Bezahltarife haben eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie. Die 5 GB im kostenlosen Tarif gibt es nur, wenn Sie innerhalb von 30 Tagen nach dem Anlegen die Checkliste abschließen; der Speicher von Proton Mail zählt getrennt.

Einen Lifetime-Kauf bietet Proton nicht. pCloud verkaufte 2 TB Lifetime am 17. September 2026 einmalig für 499 €. Proton Duo mit 2 TB kostet 179,88 € im Jahr, damit haben Sie den pCloud-Preis nach weniger als drei Jahren bezahlt. Den direkten Vergleich finden Sie in Proton Drive vs. pCloud.

Für wen Proton Drive passt

Proton Drive ist die erste Wahl, wenn Datenschutz Vorrang hat: für Journalisten, Anwälte, Ärzte und alle, die sensible Unterlagen speichern. Es passt auch zu Privatnutzern, die großen US-Konzernen nicht vertrauen und Mail, VPN und Speicher bei einem Anbieter bündeln wollen.

Familien und Kreative, die vor allem Fotos sichern und einfach teilen wollen, sind mit pCloud oft besser bedient: Lifetime-Tarife, ausgereiftere Funktionen und ebenfalls ein wählbares EU-Rechenzentrum in Luxemburg. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gibt es dort allerdings nur mit der kostenpflichtigen Erweiterung pCloud Crypto.

Kein Ersatz für ein Backup

Auch verschlüsselter Cloud-Speicher ist keine alleinige Sicherung. Kombinieren Sie Proton Drive mit einer lokalen Kopie, wie in der 3-2-1-Backup-Regel beschrieben.

Fazit

Proton Drive macht bei Datenschutz und Verschlüsselung keine Kompromisse. Wer Privatsphäre über Funktionen stellt und das Proton-Ökosystem nutzen will, findet hier eine der besten Lösungen. Wer mehr Speicher fürs Geld, mehr Funktionen und einen Lifetime-Kauf sucht, sollte pCloud vergleichen. Unser Diagnose-Tool hilft bei der Entscheidung.

Quellen

Geprüft am 17. September 2026: