Wer nur auf die Zahl schaut, landet bei Google: 15 GB. Diesen Speicher teilen Sie sich aber mit Gmail und Google Fotos. pCloud gibt bis zu 10 GB, allerdings erst, wenn Sie ein paar Schritte erledigt haben, und Proton Drive startet mit 2 GB. Wenn Sie sensible Dateien kostenlos in der EU oder bei einem Schweizer Unternehmen ablegen wollen, sind pCloud und Proton Drive der naheliegende Einstieg. Geht es nur um Platz, bietet Google am meisten.

Alle Angaben haben wir am 17. September 2026 auf den Seiten der Anbieter geprüft.

Wie viel Speicher gibt es kostenlos?

Anbieter Kostenlos Bedingung oder Einschränkung
pCloud bis 10 GB 1 GB je Tutorial-Schritt oder geworbener Person
Proton Drive 2 GB (5 GB) 5 GB nach Checkliste innerhalb von 30 Tagen
Google 15 GB geteilt mit Gmail und Google Fotos
OneDrive 5 GB geteilt mit Outlook.com und Microsoft 365
iCloud 5 GB geteilt mit Fotos und Gerätebackups

Was die Zahl nicht verrät

Bei Google zählen Ihre E-Mails und Fotos mit. Wer seit Jahren Gmail-Anhänge sammelt oder Google Fotos auf dem Handy nutzt, hat einen guten Teil der 15 GB belegt, bevor das erste Dokument in Drive liegt.

Die 10 GB von pCloud sind eine Obergrenze. Jeder Schritt des Einsteiger-Tutorials bringt 1 GB: E-Mail-Adresse bestätigen, eine Datei hochladen, in der Desktop-App anmelden, in der mobilen App anmelden und den automatischen Upload einschalten. Das sind zusammen 5 GB. Den Rest bekommen Sie über Einladungen, 1 GB pro geworbener Person.

Proton Drive arbeitet mit einer Frist. Ein neues kostenloses Konto hat 2 GB. Schließen Sie innerhalb von 30 Tagen die Willkommens-Checkliste ab, werden daraus 5 GB. Danach entfällt dieser Bonus.

Ein kostenloses pCloud-Konto kann gelöscht werden

pCloud löscht kostenlose Konten, in die 12 Monate lang niemand eingeloggt war und in denen nichts passiert ist. Vorher kommen mehrere E-Mails, nach der Löschung sind die Dateien aber weg. Auch ein Konto, dessen E-Mail-Adresse nicht innerhalb von 30 Tagen bestätigt wurde, wird gelöscht. Einmal im Jahr einloggen oder eine Datei hochladen reicht. Für bezahlte und Lifetime-Konten gilt diese Regel nicht.

Wie die anderen vier Anbieter mit inaktiven Konten umgehen, haben wir für diesen Artikel nicht geprüft. Wenn Sie ein kostenloses Konto als Ablage nutzen, in die Sie selten schauen, lesen Sie die Bedingungen des jeweiligen Dienstes.

pCloud

pCloud ist ein Schweizer Unternehmen. Beim Anlegen des Kontos wählen Sie, ob Ihre Dateien in der EU (Luxemburg) oder in den USA (Dallas) liegen. Mit Luxemburg bleiben Ihre Daten in der EU und nicht in einem US-Rechenzentrum.

Wer später mehr Platz braucht, kann einmalig statt monatlich zahlen. Auf der deutschen Preisseite kostete 2 TB Lifetime am 17. September 2026 499 €, durchgestrichen stand 709 €. Der Rabatt wechselt, prüfen Sie den aktuellen Preis vor dem Kauf. Ausführlich: pCloud Test.

Proton Drive

Proton Drive verschlüsselt Ihre Dateien standardmäßig Ende-zu-Ende, die Apps sind Open Source und Proton ist ein Schweizer Unternehmen. Mit 2 GB, oder 5 GB nach der Checkliste, ist es die knappste Option in dieser Übersicht. Für einen Ordner mit Ausweiskopien, Verträgen oder dem Export Ihres Passwortmanagers reicht das. Für eine Fotosammlung nicht.

Google Drive, OneDrive und iCloud

Google Drive hat den meisten kostenlosen Speicher und arbeitet direkt mit Docs, Sheets und Slides zusammen. OneDrive ist unter Windows praktisch, weil es Desktop und Dokumente automatisch sichern kann. Mit 5 GB, geteilt mit Outlook.com, ist es als eigenständiger Speicher aber klein. iCloud gibt ebenfalls 5 GB, und davon gehen Fotos und das iPhone-Backup ab. Auf einem Handy, mit dem viel fotografiert wird, ist das schnell voll.

Alle drei sind US-Unternehmen und unterliegen dem US CLOUD Act. Für Urlaubsfotos ist das für viele in Ordnung. Bei sensiblen Dokumenten würden wir es in die Entscheidung einbeziehen.

Kostenloser Speicher ist kein Backup

Liegen Ihre Familienfotos nur in einem kostenlosen Konto, sind sie weg, wenn Sie sie versehentlich löschen, das Konto gesperrt wird oder der Dienst eingestellt wird. Bei pCloud kommt die Löschung nach 12 Monaten Inaktivität dazu.

Ein Backup folgt der 3-2-1-Regel: drei Kopien, auf zwei Arten von Speicher, eine davon außer Haus. Die Cloud eignet sich gut für die Kopie außer Haus, solange zu Hause noch eine weitere liegt. Mehr dazu in Familienfotos sicher speichern.

Wann lohnt sich ein Upgrade?

Starten Sie kostenlos und schauen Sie, woran es hakt. Fehlt Platz, ist der günstigste Weg oft der Dienst, den Sie ohnehin nutzen. Fehlen Versionsverlauf, automatisches Fotobackup oder Verschlüsselung, lohnt der Vergleich der Bezahltarife. Wer in Jahren denkt, kann den Lifetime-Preis von pCloud gegen einige Jahre Monatsbeiträge rechnen. Unser Diagnose-Tool hilft bei der Auswahl.

Quellen

Geprüft am 17. September 2026: